Habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis

„Denn ihr wart einst Finsternis; jetzt aber seid ihr Licht in dem Herrn.
Wandelt als Kinder des Lichts! Und habt keine Gemeinschaft mit den
unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie vielmehr auf.“
(Epheser 5:8+11)

So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, dass sie eure guten Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.

Es ist mal wieder soweit: Überall grinsen uns die beleuchteten Fratzen aus geschnitzten Kürbissen an. Heute ist der Abend, an dem die Straßen plötzlich voller Skelette sind, die Süßigkeiten verlangen, und Hexen auf Besen reiten, die eigentlich nur Einkaufswagen sind. Klingt doch harmlos, oder? Fast zu harmlos, um genauer hinzuschauen.

Genau da wird’s interessant. Denn die Bibel redet nicht von Kürbissen, aber sie redet ziemlich klar von dem, was hinter manchen Kostümen steckt. Paulus sagt uns klar, dass wir früher – als Ungläubige – Finsternis waren, aber jetzt – als Gläubige – Licht sind. Und dann kommt der Satz, der mich jedes Jahr wieder aufhorchen lässt: „Habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der Finsternis, deckt sie lieber auf“.

Das klingt streng, ist aber eigentlich eine Einladung. Da heißt es nicht: „Verkleide dich nie wieder.“ Es heißt vielmehr: „Frag dich, womit du gerade Gemeinschaft hast.“ 

Denn wenn wir mit dem Tod, der Dunkelheit und dem Grauen so tun, als wären sie nur nette Party-Gäste, dann spielen wir ein Spiel, das die Bibel sehr ernst nimmt. In 1. Korinther 10 warnt Paulus davor, den Kelch des Herrn und den Kelch der Dämonen gleichzeitig zu trinken. Nicht weil jeder Grusel-Film sofort dämonisch ist, sondern weil es einen Unterschied macht, ob wir die Finsternis naiv belächeln oder sie klar durchschauen.

Halloween ist ein kulturelles Gemisch aus alten Ängsten, christlichen Kalendertagen und ziemlich viel Zucker. Und genau deshalb dürfen, nein sollten wir es prüfen. Im 1. Thessalonicher 5 finden wir:
„Prüft aber alles und das Gute behaltet. Meidet das Böse in jeder Gestalt.“. 

Das ist kein Verbot, sondern eine Freiheit. Die Freiheit, Kostüme zu tragen, die nicht den Tod feiern. Die Freiheit, mit Kindern zu lachen, ohne die Dunkelheit als etwas Lustiges zu verkaufen. Die Freiheit, zu sagen: Christus hat die Finsternis schon überwunden, da müssen wir sie nicht noch einmal einladen.

Also: Genieß den Herbst. Schnitze meinetwegen einen Kürbis. Aber lass das Licht nicht hinter der Verkleidung verschwinden. Denn du bist Licht. Und Licht braucht weder Masken noch Fratzen.